Das Spiel an sich
Omaha Poker ist eine sehr beliebte Variante des Poker-Spiels und weist durchaus einige Ähnlichkeiten mit Texas Hold Em auf, es gibt aber auch Unterschiede, die man kennen und bedenken muss. Ehe man mit dem Spielen von Omaha PL Hi oder Omaha PL Hi / Lo anfangen kann, muss man zunächst einmal die Regeln und die Runden dieses Spiels im Schlaf beherrschen, denn nur dann kann man locker und leger spielen, ohne sich zu sehr auf den Ablauf des Spiels konzentrieren zu müssen und ohne viel nachzudenken. Das ist für alle Strategien, die das Spiel von Omaha betreffen, sehr wichtig, denn jedes Zögern, das man nicht bewusst einsetzt, ist für einen selbst ein Nachteil, was man immer zu vermeiden versuchen sollte.
Die Regeln
Beim Omaha hat man insgesamt 9 Karten zur Auswahl, aus denen man sich sein Blatt bilden kann. Als optimal gilt es, sich 2 der eigenen Karten und 3 aus der Mitte zu nehmen, aber natürlich sind auch Varianten möglich, wenn man anders kein gutes Blatt bilden kann. Zunächst bekommt jeder Spieler 4 Karten verdeckt ausgeteilt. Ist dies geschehen, erfolgt die erste Bietrunde, bei der man bereits entscheiden muss, wie weit man gehen sollte und wann es besser ist, die eigene Hand nicht zu spielen. Dies ist beim Omaha leichter, als bei Texas Hold Em, denn bei 4 Karten kann man sich schon viel eher ein Bild davon machen, was noch kommen kann, als wenn man nur 2 Karten bekommen würde. Nach der ersten Bietrunde kommt der Flop auf den Tisch, der aus 3 Gemeinschaftskarten besteht. Hier wird wieder eine Bietrunde gemacht. Sobald diese beendet wurde, kommt eine weitere Karte mit dem Namen Turn auf den Tisch, der wiederum eine Bietrunde folgt. Die letzte Gemeinschaftskarte ist der River. Nach ihr kommt wieder eine Bietrunde und dann der Showdown, wenn noch genügend Spieler am Tisch sitzen und der Sieger nicht schon durch Folds bestimmt wurde. Was beim Showdown zu gewinnen ist, kommt auch darauf an, welche Variante von Omaha gespielt wird. Spielt man nur Hi, gewinnt natürlich das beste Blatt am Tisch, bei Hi / Lo kann man sowohl mit dem besten als auch mit dem schlechtesten Blatt gewinnen, wobei der Pott dann zu gleichen Teilen an diese beiden Spieler geht.
Omaha als Pott Limit-Spiel
Omaha wird sehr gerne als Pott Limit-Spiel gespielt, sowohl in der Variante Hi als auch bei Hi / Lo. Dabei muss man einige Besonderheiten beachten. Das minimale Gebot liegt bei dieser Spielweise beim Big Blind, maximal kann man die Summe bieten, die bereits im Pott enthalten ist, es kann also durchaus zu sehr hohen Geboten kommen, wie man sie auch von No Limit-Spielen kennt. Pott Limit ist eine riskante Spielweise, die voraussetzt, dass man kein ängstlicher Spieler ist und bereit ist, sich selbstbewusst zu behaupten - dann kann man bei dieser Spielweise sehr gute Gewinne machen, wenn man die richtige Strategie hat, mit der man sich gegen die Gegner behaupten kann.
Das Hi-Blatt
Wenn man Omaha Hi spielt, geht es natürlich immer darum, das höchste Blatt zu bekommen, welches möglich ist und auch beim Hi / Lo hat man durchaus das Ziel dieses zu erhalten, wenn man nicht auf den Low Pott abzielt. Um das beste Blatt zu bekommen, muss man natürlich wissen, wie sich die Blätter zusammensetzen und welches Blatt das Beste ist. Daher sollte man die Rangfolge der Blätter und die jeweils enthaltenen Karten auswendig beherrschen, um Omaha Poker gut spielen zu können. Das beste Blatt, welches man überhaupt auf die Hand bekommen kann, ist dabei das Royal Flush. Dabei handelt es sich um eine Folge aus 5 Karten, die alle eine Farbe haben und bei der das Ass den höchsten Wert einnimmt, also Ass, K, Q, J, 10 in einer Farbe. Direkt nach diesem Blatt folgt die Straight Flush, bei der es sich um eine Folge aus 5 Karten handelt, die allesamt einer Farbe entstammen, wobei der höchste Kartenwert egal ist - aber je höher desto besser. Nach dieser Hand kommt der Vierling, also 4 gleiche Karten. Diesem wiederum folgt das Full House, bei dem man 2 Karten einer Art und 3 einer anderen haben muss, wobei hier auch höhere Kartenwerte jeweils besser sind. Unter dem Full House steht das Flush. Dabei handelt es sich um 5 Karten einer Farbe, wobei der Wert der Karten egal ist - wiederum je höher desto besser. Diesem Blatt folgt die Straight, welche eine Abfolge von 5 Karten ist, die nicht die gleiche Farbe haben müssen, der Wert hängt dabei von der Höhe der Karten ab. Danach kommt der Drilling, also ein Blatt aus 3 gleichen Karten, diesem wiederum folgen die zwei Paare. Die letzten beiden Hände sind das Paar und die höchste Karte. Das sind die Poker-Hände, die man für Hi-Spiele verwenden kann.
Das Lo Blatt
Für Omaha Hi / Lo muss man natürlich auch die Low-Blätter kennen, was vielen Spielern gerade am Anfang Probleme macht, denn sie schaffen es nicht immer, die niedrigsten Blätter zu erkennen und zusammenzustellen, außerdem verstehen sie das System nicht, nachdem die Rangfolge dieser Blätter bestimmt wird, obwohl dieses, wenn man es etwas besser kennt, durchaus ganz einfach aufgebaut ist. Das beste Blatt für Low-Varianten, das man bekommen kann, sind die Five High, auch unter dem Namen Wheel bekannt. Dabei ist die 5 die höchste Karte, gefolgt von einer 4, 3, 2, As, wobei das Ass die Stellung einer eins einnimmt. Nach dieser Kombination kommt das Six High, bei dem die 6 als höchste Karte vorhanden ist und von den Karten 4, 3, 2, Ass ergänzt wird, aber auch von allen anderen niedrigeren Karten als der 6 ergänzt werden kann. Nach diesem folgt das Seven High, wobei die 7 der höchste Wert ist und die weiteren Karten 5, 4, 2, Ass sind, außerdem können auch alle anderen Karten, die kleiner als die 7 sind, das Blatt ergänzen. Das schlechteste Low-Blatt ist das Eight High, welches die 8 als höchste Karte hat und dann von den Karten 7, 6, 4, Ass oder allen anderen Karten, die niedriger sind als die 8, ergänzt werden kann. Gerade am Anfang ist es nicht immer ganz einfach, die Low-Blätter zu erkennen und zu nutzen, doch man sollte dies recht schnell lernen, denn wenn es kein Spieler an einem Omaha Hi / Lo Tisch schafft, sich das niedrigste Blatt zu bilden, geht der Gewinn automatisch an den Spieler mit dem höchsten Blatt und er wird dann nicht geteilt, was für alle anderen Spieler am Tisch natürlich schade wäre.
Die Startblätter
Welche Startblätter man verwenden kann, kommt vor allem darauf an, ob man Omaha Hi oder Hi / Lo spielt. Spielt man Hi, nimmt man natürlich nur solche Hände, mit denen man ein gutes und hohes Blatt bilden kann, wie A, K, Q, J und Ähnliches. Spielt man hingegen Hi / Lo sollte man nur solche Hände spielen, mit denen sich sowohl ein Lo als auch ein Hi-Blatt bilden lässt, damit man bis zum Flop alle Möglichkeiten offen hat und nicht gezwungen wird, sich für eines von beiden zu entscheiden, ehe man weiß, was an Karten auf den Tisch kommt. Blätter, die nur entweder stark oder schwach sein können, sollte man eher nicht spielen oder aber nur dann, wenn man es sich vom Bankroll her leisten kann, auch einen Verlust in Kauf zu nehmen. Beim Omaha Hi / Lo ist es meistens so, dass die vorsichtigen Spieler, die sich Zeit lassen und sich mit Geduld mehrere Hände anschauen, ehe sie eine spielen, die besten sind und am meisten Gewinn machen können. Für Hi / Lo muss man, was die Starthände angeht, wesentlich mehr Geduld aufbringen als für Hi, was einfach eine logische Konsequenz daraus ist, dass es doppelte Gewinnchancen gibt, die man bei dieser Variante nutzen kann. Ideal sind beim Omaha Hi / Lo Blätter, die ein Ass enthalten, denn dieses nimmt bei diesem Spiel einer Sonderstellung ein, alleine schon deshalb, weil es sowohl die höchste als auch die niedrigste Karte sein kann. Diesen Umstand zu realisieren, ist sehr wichtig, wenn man sich die richtigen Startblätter aussuchen möchte und keine Lust hat, hier zu viele Fehler zu machen. Die Sitzposition ist beim Omaha ebenso wichtig, wie beim Texas Hold Em und spielt bei der Auswahl der Starthände somit eine wichtige Rolle. Aus hinterer Position kann man daher mehr Hände spielen, als wenn man an vorderer Stelle sitzt, weil man dann schon einen kleinen Überblick durch die Gebote der Gegner hat, was eine echte Hilfe sein kann.
Auf den Flop richtig reagieren
Sowohl beim Omaha Hi als auch bei Hi / Lo spielt der Flop eine wichtige Rolle, wobei man bei Hi / Lo erheblich mehr Fehler machen kann, als wenn man nur Hi spielt. Hat man nach dem Flop nicht die vier besten Low-Karten auf der Hand, dann sollte man auf keinen Fall hoffen, dass noch eine Low-Karte kommt. Noch gefährlicher ist es, wenn man auf zwei Low-Karten warten müsste. Diese beiden Situationen sind es meistens, die für Verluste sorgen, denn man kann nicht davon ausgehen, dass Turn und River Low-Karten bringen. Wenn es nach dem Flop nicht für ein Low-Blatt reicht und auch für das Hi-Blatt nicht genug gute Karten auf der Hand sind sollte man rausgehen, sobald jemand bietet, denn dann kann man davon ausgehen, dass man verlieren wird. Es lohnt sich auf keinen Fall für ein mittleres Blatt viel Geld zu setzen, wenn man damit ohnehin nur die Hälfte des Potts gewinnen kann, wenn man viel Glück hat.
Quartering nutzen
Quartering ist eine besondere Spielweise, die nur beim Omaha Hi / Lo beziehungsweise allgemein bei Hi / Lo-Spielen möglich ist. Dabei geht es um ein besonderes Prinzip, bei dem sich ein Spieler ¾ des Potts sichern kann, während der andere nur noch ¼ bekommt, man maximiert also den eigenen Gewinn auf diese Art und Weise. Das ist zum Beispiel dann möglich, wenn ein Spieler A, 3, K, 9 hat, der andere A, 3, 10, 8 und das Board 7, 4, 2, K, J. wenn dann beide Spieler ihr A3 mit 7, 4, 2 verbinden, bilden sie das gleiche Low-Blatt. Der erste Spieler kann aber außerdem auch noch ein Paar aus Königen bilden und hat daher das Hi-Blatt auf der Hand. Er bekommt somit die 50 Prozent des Potts für dieses Blatt und noch einmal die Hälfte vom Rest für sein Low-Blatt. Solche Situationen gibt es bei dieser Spielweise recht oft und es gilt sie zu nutzen, wenn man selbst in den Vorteil kommen kann, aber auch zu erkennen, wenn man selbst in Gefahr ist, das Opfer zu werden. Um sich dann den kleinen Teil des Potts nicht entgehen zu lassen, aber keine Verluste zu machen, sollte man sehen, dass der Pott klein bleibt und nur mitgehen, aber nicht erhöhen - so kann man auch in der schwächeren Position diesen Effekt voll und ganz auskosten und für sich nutzen.
Omaha Pott Odds
Auch beim Omaha-Poker gibt es Pott Odds und Wahrscheinlichkeiten, die man berücksichtigen sollte, wenn man entscheiden muss, ob man eine Hand spielen sollte oder nicht. Gerade für Anfänger kann das eine wichtige Hilfe sein, aber auch sehr gute Omaha-Spieler bedienen sich in aller Regel der Pott Odds um ihre Entscheidungen zu untermauen. Als kleines Beispiel - hat man zum Beispiel mit einer Hand bestehend aus A, 2, 3, 4 eine Chance von 5,6 Prozent, dass mit dem Flop gar keine Low-Card auf den Tisch kommt, aber eine Chance von 32 Prozent, dass der Flop eine Low-Card bringen wird; die Chance auf zwei Low-Cards liegt bei 45,6 Prozent und die auf 3 Low-Cards immer noch bei 16,2 Prozent. Hat man eine Hand, die nur aus hohen Karten besteht, ist die Chance auf 2 oder 3 hohe Karten im Flop bei 30 Prozent. Anhand dieser Chancen kann man gut entscheiden, ob es sich lohnt, im Spiel zu bleiben und wie weit es sich lohnt, dass man bietet. Außerdem gibt es beim Omaha natürlich auch Outs. Dies ist die Anzahl der Karten in einem Deck, durch die man in der Lage ist, das eigene Blatt erheblich zu verbessern. Hierzu gibt es Tabellen, die man sich merken kann, um die Chancen abzuschätzen. Grundsätzlich gilt natürlich, je mehr Outs man hat, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, eine dieser Karten auf dem Turn oder bis zum River zu bekommen. Mit 25 Outs liegt die Chance bis zum River immerhin schon bei über 80 Prozent. Outs hat man beim Omaha-Poker in der Regel mehr als bei Texas Hold Em, insbesondere wenn man Hi / Lo spielt, denn dann kann man natürlich auch mehr verschiedene Blätter bilden und es gibt mehr Möglichkeiten, die Karten zu kombinieren.
Für den Anfang
Für Anfänger ist Pott Limit Omaha wirklich schwer zu spielen, weil es viele Dinge zu beachten gibt und bei guten Spielern am Tisch sehr schnell eine teure Runde entstehen kann. Wer neu ins Pott Limit Omaha einsteigen möchte, sollte sich daher immer erst einmal die Tische mit den kleinsten Blinds suchen, um dort so wenig Verlust wie möglich in Kauf nehmen zu müssen, aber dennoch zu sehen, wie das Spiel funktioniert und auf was man alles achten muss. Erst wenn man sich mit den Abläufen und den Strukturen des Spieles vertraut gemacht hat, kann man langsam aber sicher anfangen, auch an die Tische mit den höheren Blinds zu gehen, wobei man hier niemals zu viel auf einmal wagen sollte, denn Pott Limit Omaha kann bei falscher Spielweise sehr teuer werden. Der Anfang lohnt sich daher auch nur, wenn man schon ein entsprechendes Bankroll hat, mit dem man es sich auch leisten kann, am Anfang Geld zu verlieren, was über kurz oder lang passieren wird.
Grundsätzliche Regeln für Omaha Hi / Lo-Strategien
Um Omaha Hi / Lo richtig zu spielen, gibt es einige grundlegende Regeln, die man verinnerlichen und anwenden sollte, denn durch sie kann man die Verluste so gering wie möglich und die Gewinne so hoch wie möglich halten, was natürlich ein wichtiges Ziel bei Poker-Spielern ist.
- Vor dem Flop sollte man nach Möglichkeit nicht erhöhen
Es lohnt sich meistens einfach nicht, schon vor dem Flop zu erhöhen, denn man kann nie wissen, was dieser bringen wird. Fällt er dann anders aus als erwartet, hat man mehr Geld verloren, als nötig gewesen wäre. Man sollte bis zum Flop immer nur mitgehen, aber nicht erhöhen
- Den Gewinn des Potts als Ziel vor Augen haben
Viele Spieler machen beim Omaha Hi / Lo den Fehler, dass sie sich im Verlauf des Spiels andere Ziele setzen. Sie versuchen einen bestimmten Gegner aus dem Spiel zu drängen oder ihre Spielweise so zu gestalten, dass sie andere aus dem Spiel befördert. Einziges Ziel ist es, den Pott zu gewinnen - das muss sich ein guter Spieler immer wieder vor Augen halten, um dieses Ziel zu erreichen.
- Auf dem Flop häufig folden
Sich den Flop auch mit nicht ganz optimalen Händen anzuschauen, ist bei Omaha Poker durchaus sinnvoll und üblich. Auf keinen Fall sollte man aber nach dem Flop noch weiterspielen, wenn man keine wirklich eindeutige Chance auf einen Gewinn hat. Bis zum Flop ist noch nicht viel verloren, aber ab dem Flop fängt das Spiel an, teuer zu werden, sodass man sich diese Verluste lieber sparen sollte, wenn man eher nicht gewinnen kann.
- Nur mit hochklassigen Starhänden spielen
Egal ob Hi oder Hi / Lo - man sollte immer nur die Gewinner-Hände spielen und keine mittelmäßigen Hände weiterspielen. Durch das Spielen von zu vielen Händen macht man auf lange Sicht viel zu viel Verlust. Gute Spieler spielen nur einen Bruchteil der Hände, die möglich sind und machen damit gute Gewinne - alles was man dazu braucht, ist Geduld, was eine der wichtigsten Eigenschaften für einen guten Omaha-Spieler ist.
- Die richtige Auswahl der Tische
Wie auch die Tische beim Texas Hold Em, sollte man sich die Omaha-Tische an denen man spielen möchte, genau und mit Bedacht wählen. Nur an Tischen, die wirklich gut geeignet sind, kann man auch optimale Gewinne machen und sich so seine Chancen verbessern. Omaha sollte man nur an solchen Tischen spielen, an denen im Durchschnitt mindestens 5 Spieler den Flop sehen, denn so kann man den Pott recht hoch halten und außerdem den eigenen Verlust durch Potts, die man sich anschaut, geringer halten, weil an solchen Tischen vor dem Flop nicht zu massiv erhöht wird. Beim Spielen mit einem festen Limit hat man den Vorteil, dass man durch die Auswahl eines sehr niedrigen Limits meistens an Tische mit schwachen Spielern kommt, denen man ohne große Probleme viel Geld aus der Tasche ziehen kann und an denen man wunderbar verdienen kann. Beim Pott Limit hat man diese Möglichkeit nicht so ohne Weiteres, weil das obere Limit mit dem Pott massiv ansteigen kann. Auch hier sind aber die Tische mit den kleinen Blinds in der Regel mit schwächeren Spielern besetzt, als die Tische mit den hohen Blinds, was man sich für sein Spiel sehr gut zunutze machen kann. Hier gilt es allerdings eine Weile zu beobachten, denn es kann durchaus sein, dass auch andere starke Spieler diese Möglichkeit für sich nutzen, um mehr Gewinn zu machen und dem Gegner das Geld abzunehmen.
- An die Pott Odds und die Outs denken
Ein guter Spieler sollte beim Omaha die Pott Odds und die Outs immer bedenken und im Hinterkopf haben, nur so kann man wirklich optimale Entscheidungen für das weitere Spiel treffen.
Natürlich sind diese Richtlinien sehr allgemein gehalten und nicht auf spezielle Situationen im Spiel bezogen, aber dennoch sind sie optimal geeignet, um das eigene Spiel zu optimieren.
Basis für Pott Limit Hi / Lo Spiele
Wie Omaha Hi ist auch die Spielweise Hi / Lo ein Nuts-Spiel, was nichts anderes heißt, als dass man sicherlich viel verlieren wird, wenn man nicht die Nuts auf der Hand hat. Entsprechend ist die wichtigste Basis für dieses Spiel, nämlich dass man seine Hände so genau wie möglich aussucht und nur optimale Hände spielt, mit denen einem der Sieg so gut wie sicher ist. Vor jeder Entscheidung muss man dabei daran denken, dass es sowohl den Low als auch den High Pott zu bedenken gibt, man sollte im besten Fall eine Chance auf beides haben. Beide tatsächlich auf einen Schlag zu gewinnen, ist eher unwahrscheinlich, aber man verbessert so ganz einfach die allgemeinen Chancen. In erster Linie sollte man bei Hi / Lo immer versuchen, den High Pott zu gewinnen. Der Low Pott ist auch wichtig, sollte aber an zweiter Stelle stehen. Schafft man den High Pott, der meistens einfacher zu gewinnen ist, hat man wenigstens schon einmal den halben Pott und kann vielleicht durch Quartering noch Anteil am Low Pott bekommen. Hält man die Low Nuts ist die Chance, dass man selbst geviertelt wird höher und damit ist dies die weniger gute Wahl für die Hand.
Typische Fehler die man beim Omaha Hi / Lo machen kann
Es gibt einige typische Fehler, die man beim Omaha Hi / Lo häufig macht und die es natürlich gilt, so weit wie möglich zu vermeiden, wenn man zu den Siegern gehören möchte.
- Spielen zu vieler Starthände
Die meisten Spieler spielen zu viele Hände weiter und machen so zu viele Verluste. Es ist beim Omaha Poker sehr wichtig, dass man wirklich nur die Hände spielt, mit denen man auch wirklich gewinnen kann, Schwache und mittlere Hände gilt es zu verwerfen, auch wenn es manchmal viel Geduld kostet auf das richtige Blatt zu warten.
- Callen bis zum River, wenn man keine gute Perspektive hat
Bis zum River im Spiel zu bleiben und zu callen lohnt sich nur dann, wenn man auch eine Chance hat, den Pott für sich zu gewinnen. Wenn man keine echte Chance hat kostet solch eine Spielweise nur viel Geld und man wird beim Showdown letzten Endes den Kürzeren ziehen, was man nicht in Kauf nehmen sollte.
- Spielen mit Karten in mittlerer Höhe
Diese reichen weder aus, um ein hohes Blatt zu bilden noch sind sie ideal für ein Low-Blatt; man riskiert damit also viel zu viel, was man nicht in Kauf nehmen sollte.
- Zu starkes Erhöhen mit A, 2 aus einer frühen Position heraus
Damit treibt man sich zum einen zu viele Spieler aus dem Spiel, an denen man den Pott steigern könnte, zum anderen macht man das Spiel für sich selbst so zu teuer, obwohl man noch nicht weiß, wie sich das Blatt entwickeln wird. Besser ist es, den Flop so billig wie möglich zu sehen, egal wie gut die eigene Hand ist. So kommt auf Dauer mehr Geld in den Pott und man behält die Gegner länger im Spiel.
Auswahl der Starthände
Die besten Starthände für Omaha Hi / Lo sollten natürlich sowohl für den Low als auch für den High Pott ausreichend gut sein. Außerdem sind sie ideal, wenn sie suited oder sogar doppelt suited sind. Ideale Starthände sind zum Beispiel A, A, 2, x - A, A, 3, x - A, A, 4, 5 - A, 2, 3, x - A, 2, K, K und noch einige weitere. Für den Anfang sollte man sich am besten eine Auswahl der besten Starthände zusammenstellen und nur diese spielen; so kann man am ehesten gewinnen. Je besser man wird, desto mehr Hände kann man dann natürlich auch spielen. Anfänger machen den Fehler, Hände mit A, 2 zu hoch einzuschätzen, denn eigentlich lohnt es sich nicht, nur die Low Nuts zu spielen und auf keinen Fall sollte man zu viel auf sie setzen. Außerdem sollte man auch dann folden, wenn zu große Lücken zwischen den Karten sind. Bei mehr als einer großen Lücke sollte man auf jeden Fall aussteigen, denn auch wenn noch die Chance auf eine Straight besteht, gewinnt man mit solchen Händen nur sehr selten. Hohe Paare gehören ebenfalls zu den Händen, die überschätzt werden. Sie sind meistens gar nicht wirklich spielbar, weil es zu viele hohe Blätter gibt, die sie schlagen können.
Beim Pre Flop-Spiel aufpassen
Was man beim Pot Limit Omaha immer beachten muss, ist das richtige Spiel vor dem Flop, das man aber nicht immer in der gleichen Art und Weise durchführen kann. Seine Spielweise vor dem Flop muss man an viele Faktoren binden, durch die man in der Lage ist, seine Lage besser einzuschätzen. Wichtig ist zum Beispiel, ob an einem Tisch eher loose oder tight gespielt wird. Je tighter der Tisch an sich ist, desto mehr Starthände kann man auch spielen, weil man davon ausgehen kann, dass Spieler mit einem schlechteren Blatt direkt aussteigen werden. Umgekehrt muss man, wenn loose gespielt wird, auch eher aussteigen und kann weniger viele Hände spielen, weil die Gefahr, geschlagen zu werden, dann einfach höher ist. Ein weiterer wichtiger Punkt für das Spiel vor dem Flop ist die Frage, wie viele Spieler am Tisch sitzen. Wenn mehr Spieler am Tisch sind, kann man meistens tighter spielen, wenn wenige am Tisch sitzen, ist eine loose Spielweise die bessere Wahl. Auch wichtig ist, wie viele Spieler sich noch im Spiel befinden, wenn man selbst an die Reihe kommt und die Frage, ob der Pott schon geraist wurde und von wem. Wenn vor einem bereits mehrere Spieler in den Pott eingestiegen sind, sollte man sich nur dann beteiligen, wenn die eigene Hand viele Kombinationen möglich macht und das Potenzial hat, eine Nut zu werden. Last, but not least, ist für das Spiel vor dem Flop auch noch die eigene Position ein wichtiger Faktor. In einer frühen Position spielt man eher tight, je weiter hinten man sitzt, desto mehr Hände kann man auch spielen.
Bluffs beim Omaha Poker
Bei allen Poker-Varianten spielen Bluffs in irgendeiner Form eine Rolle, so natürlich auch beim Omaha Poker. Hier werden sie zwar wesentlich seltener eingesetzt, als beim Texas Hold Em, aber dennoch sind sie wichtig und können auch eine enorme Hilfe sein, wenn man sie richtig einsetzen kann. Um einen Bluff beim Omaha-Poker richtig ansetzen zu können, muss man aber verschiedene wichtige Dinge beachten, ohne die man einfach nicht weit kommen wird. Sehr wichtig ist dabei zum Beispiel die Spielweise des Gegners. Bei schwachen Gegnern, die praktisch jede Hand bezahlen, sollte man es besser sein lassen, zu Bluffen. Ein Bluff kann nur dann Erfolge bringen, wenn der Gegner auch stark genug ist, eine Hand zu folden, wenn geblufft wird, ansonsten ist der Effekt bei einem Bluff natürlich gleich null. Ein weiterer Faktor ist die Anzahl der Gegner. Man sollte einen Bluff niemals gegen 3 oder mehr Gegner setzen. Am besten kann er funktionieren, wenn man nur noch einen Gegner gegen sich hat, dann wird die Täuschung einfacher, außerdem ist der Pott dann in der Regel auch noch nicht so groß und reizvoll, dass der Gegner um jeden Preis mit dabei bleiben will um zu sehen, ob ein Gewinn für ihn möglich ist. Ein weiterer Punkt ist das eigene Image am Tisch. Wenn man als tighter Spieler bekannt ist, wird man mit einem Bluff viel mehr Erfolg haben, als wenn man eher loose spielt. Man sollte sich also erst einmal ein vorsichtiges Image aufbauen, damit man auch wirklich schafft, den Bluff überzeugend zu gestalten. Wurde man vor kurzem erst beim Bluffen erwischt, dann sollte man lieber eine Weile warten, ehe man es wieder wagt, den Versuch zu unternehmen. Wichtig ist natürlich auch, dass man in der Lage ist, seine Gegner zu lesen und so den optimalen Moment zu finden, der sich für einen Bluff eignet. Das ist eine der schwierigsten Fähigkeiten, die man nicht so einfach erlernen kann und für die man ein bisschen Übung brauchen wird, damit es wirklich so funktioniert, wie man das gerne haben möchte. Das Board ist natürlich auch sehr wichtig für den Bluff. Wenn ein Board die Möglichkeit gibt, dass Gegner eine Nut auf der Hand haben, dann bringt der beste Bluff einem meistens nicht mehr als Verluste ein. Der beste Moment für einen Bluff ist, wenn auf dem Board nichts Verwertbares liegt und es wirklich nur darauf ankommt, welche Karten die Spieler auf die Hand bekommen haben, dann kann man die Unsicherheit der anderen ideal nutzen und sich Gewinne sichern. Die Pottgröße muss man dabei auch immer bedenken, denn bei einem großen Pott werden die meisten Spieler versuchen, zu callen, auch wenn es teuer wird, während sie bei einem kleinen Pott eher zum folden neigen werden, weil sich ein hoher Einsatz in diesem Moment nicht so sehr lohnt, als wenn es viel zu holen gibt. Die ideale Position für einen Bluff ist es, wenn man in einer hinteren Lage sitzt, denn dort weiß man in der Regel schon an meisten über die Hände der Gegner und kann am besten reagieren, während es in einer frühen Situation schwieriger ist, die Lage zu durchschauen und für sich zu nutzen.
Das Hutchinson-System für Omaha-Poker
Viele Poker-Spieler kennen das Hutchinson-System vom Texas Hold Em. Hier geht es darum, die eigene Hand anhand von Punkten zu bewerten und anhand der Summe dann zu entscheiden, ob eine Hand spielbar ist oder aber nicht. Dieses System gibt es nicht nur für Texas Hold Em, sondern auch für Omaha-Poker, sodass gerade Anfänger sich hier die Auswahl der Hände, die sie spielen sollten, erheblich erleichtern können. Dabei gilt es für das Hutchinson-System im Bezug auf Omaha-Poker einige Unterschiede zu beachten, die sehr wichtig sind. Der erste Schritt ist hier, seine beiden niedrigsten Karten zu nehmen und diesen einen Punktewert zu geben. Die Aufteilung der Punkte ist dabei wie folgt:
A, 2 = 20
A, 3 = 17
A, 4 = 13
A, 5 = 10
2, 3 = 15
2, 4 = 12
3, 4 = 11
4, 5= 8
Für den Rest gibt es keine Punkte
Im zweiten Schritt bekommen dann die beiden anderen Karten ihre Punkte, wobei die Verteilung hier wie folgt aussehen muss:
3 = 9 Punkte
4 = 6 Punkte
5 = 4 Punkte
J, Q, K = 2 Punkte
6 oder 10 = 1 Punkt
Wenn eine der Karten aus dem zweiten Schritt mit einer aus dem ersten ein Paar bildet, bekommt sie im zweiten Schritt keine Punkte mehr; wenn beide Karten aus dem zweiten Schritt ein Paar sind, bekommen sie nur einmal einen Punkt zugewiesen und nicht für beide Karten. Im dritten Schritt werden Pärchen mit Bonuspunkten versehen, egal aus welchem Schritt sie vorher kamen. Hier sieht die Verteilung der Punkte wie folgt aus:
A, A = 8 Punkte
K, K = 6 Punkte
Q, Q = 5 Punkte
J, J = 2 Punkte
T, T; 4, 4; 3, 3 = 1 Punkt
2, 2 = 3 Punkte
Hat man einen Drilling auf der Hand, werden die Punkte aus diesem Schritt um die Hälfte reduziert.
Der Vierte Schritt ist, die Suited Cards zu ermitteln und mit Punkten zu versehen, wobei die Punkte jeweils an der höchsten Karte der Suited Cards errechnet werden. Ist das Ass am höchsten, gibt es dafür 4 Punkte, für einen König als höchste Karte gibt es 3 Punkte, Dame und Bube bringen 2 Punkte, 8, 9 oder 10 bringen 1 Punkt. Hat man 3 Karten einer Farbe, bekommt man nur die Hälfte der Punkte, hat man vier verschiedene Farben, bekommt man gar keine Zusatzpunkte. Hat man diese vier Schritte gemacht, addiert man alle Punkte, wobei der maximale Wert für eine Hand bei 45 Punkten liegt. Hände mit mehr als 20 Punkten sind spielbar, ab einer Summe von 30 Punkten kann man es sich außerdem auch erlauben zu erhöhen, wenn man dies möchte. Dieses System ist ideal für alle, die sich bei der Wahl ihrer Hände noch nicht ganz schlüssig sind und die einen Anhaltspunkt brauchen, um ihre Entscheidung dann auch wirklich gut treffen zu können.
Den Gegner genau einschätzen
Eine der wichtigsten Fähigkeiten für einen Spieler, der Omaha Poker spielen möchte, ist es, seine Gegner einzuschätzen, denn nur wenn man weiß, mit welcher Art von Spieler man es zu tun hat, ist man auch in der Lage, auf den Gegner richtig zu reagieren und somit gegen ihn zu gewinnen - oder aber ihm aus dem Weg zu gehen, wenn man offensichtlich keine Chance hat. Hier ist es eine Hilfe, wenn man die verschiedenen Spielertypen beim Poker kennt, in die sich praktisch jeder Spieler auf die eine oder andere Art und Weise einordnen lässt, denn kennt man erst einmal den Typ, dem ein Spieler entspricht, dann wird es auch viel einfacher, den Spieler zu lesen und auf ihn so zu reagieren, dass man gegen ihn gewinnen kann.
Die Spielertypen beim Poker
Die Spielertypen zu kennen, ist eine sehr wichtige Basis, wenn man Omaha Poker von Grund auf richtig spielen möchte. Dabei gibt es 4 Grundtypen, denen sich jeder Spieler über kurz oder lang zuordnen lässt. Manche Spieler versuchen zwar, zwischen den Spielweisen zu wechseln, um nicht eingeordnet werden zu können; langfristig zeigen sie aber dennoch immer wieder, wo sie hingehören.
Die erste Gruppe sind die Rocks. Sie sind sehr konstante Spieler, die sehr vorsichtig spielen. Sie verwerfen sehr viele Hände und spielen nur dann, wenn sie ein optimales Blatt haben, weiter. Sie bluffen selten und erspielen sich meistens konstant einen kleinen Profit, der sich durchaus lohnt, ohne viel Verlust zu machen. Insbesondere in der Anfangsphase von Turnieren lohnt es sich, wie ein Rock zu spielen. Da sie nur gute Startkarten spielen, haben sie meistens eine sehr hohe Anzahl gewonnener Potts bei niedrigen Verlusten. Erkennen kann man sie daran, dass sie sehr viele Hände verwerfen und ein sehr vorsichtiges Setzverhalten haben. Außerdem sind sie beim Online-Poker keine großen Chatter. Hat man einen Rock erkannt, reagiert man auf ihn, indem man mit einer schwächeren Hand niemals called, weil man sicher sein kann, dass sie eine gute Hand haben, wenn sie weiterspielen. Diese Spieler erhöhen und setzen meist wie aus dem Lehrbuch, sodass man genau einschätzen kann, wie ihre Karten aussehen und welche Chancen man selbst gegen diese Spieler hat.
Die zweite Gruppe sind die sogenannten Calling Stations. Sie verlieren auf lange Sicht sehr viel Geld, weil sie meistens callen, auch wenn ihre Hände nichts wert sind. Natürlich sind sie der Traum aller Spieler, weil man an ihnen viel Geld verdienen kann. Vorteile hat diese Spielweise eigentlich keine. Erkennen kann man solche Spieler daran, dass sie sehr loose spielen und in der Regel mindestens bis zum Flop, oft sogar noch länger im Spiel bleiben. Sie callen auch mit schwachen Händen und chatten im Online-Raum sehr gerne. Diese Spieler haben den Vorteil, dass man sie sehr gut durch einen Bluff dazu bringen kann, weiter zu callen und den Pott zu füttern, auch wenn sie nichts auf der Hand haben. Selbst bluffen diese Spieler selten, sodass man bei einer Erhöhung durch einen solchen Spieler eigentlich immer weiß, dass man nun lieber aussteigen sollte. Den Gewinn kann man den Spielern aber ruhig gönnen, auf lange Sicht kann man durch sie immerhin sehr viel gewinnen.
Eine weitere Gruppe sind die Maniacs, die durch ihre besondere Loose-Spielweise auffallen. Sie bieten und erhöhen willkürlich, egal welche Hand sie haben, was sie zu schwierigen Gegnern macht. Sie haben den Vorteil, dass sie bei einem Gewinn in der Regel einen sehr großen Pott haben, außerdem schüchtern sie andere Spieler ein und sorgen dafür, dass diese sich ihre Karten teuer erkaufen müssen. Erkennen kann man sie ganz einfach daran, dass sie ständig erhöhen und dabei sehr viele Hände spielen, außerdem Bluffen sie sehr oft und haben dann beim Showdown eine ganz schwache Hand. Hat man den Maniac erkannt, gilt es nur wirkliche Winning Hands zu spielen. Hat man eine solche, kann man ihn ruhig erhöhen und sich so einen tollen Pott finanzieren lassen. Außerdem kann man gegen einen Maniac auch mit einem mittleren Blatt gewinnen, weil er selbst meistens nur eine schwache oder sogar gar keine Hand hat.
Die letzte und gefährlichste Gruppe sind die Stone Killer, gegen die man auf lange Sicht meistens keine Chance hat. Sie spielen auf eine sehr tighte und aggressive Art und Weise, warten ab, bis sie eine ideale Hand haben und gehen dann so vor, dass sie sich den maximalen Gewinn sichern können. Sie gewinnen sehr oft auch bei großen Potts und machen sehr wenig Verlust. Außerdem schüchtern sie Gegner sehr ein, sobald diese erkennen, dass bei starken Händen besonders aggressiv gespielt wird. Erkennen kann man sie daran, dass sie viele Hände verwerfen und bei Winning Hands aggressiv an die Sache herangehen, außerdem gewinnen sie öfter und mehr als andere Spieler. Gegen diese Spieler sollte man niemals mit einem mittelmäßigen Blatt angehen, sondern nur dann, wenn man ein echtes Topp-Blatt hat, mit dem man auch wirklich gewinnen kann.
Undurchsichtig spielen
Eine der wichtigsten Strategien, die man erlernen muss, wenn man ein guter Spieler werden will, ist, dass man so undurchsichtig wie möglich spielt und immer wieder seine Spielweise wechselt und anpasst, damit man nicht in eine der Gruppen eingeordnet werden kann. Das ist gar nicht immer so einfach und gelingt auch nur den besten Spielern, weil es erfordert, dass man sich immer wieder umstellt und plötzlich nach einem neuen Muster handelt, auch wenn es einem vielleicht schwer fällt oder man so für kurze Zeit Verluste in Kauf nehmen muss. Es ist aber die einzige Möglichkeit, wie man für den Gegner nicht berechenbar wird, was ein sehr wichtiger Faktor beim Poker ist, denn sobald man als Spieler durchschaut wurde, hat man es wirklich schwer weiter zu gewinnen und wird genau aufpassen müssen, wie andere Spieler einem begegnen und welche Techniken sie anwenden, um einen abzuwehren. Ideal ist es daher, die Tische öfter zu wechseln und nie für zu viele Spiele in Folge nach einem bestimmten Muster zu spielen. So kann man dauerhaft ein Spieler bleiben, den die anderen nicht ohne Weiteres aufdecken und ausspielen können.
Gegner lesen
Seine Gegner zu lesen und sie in eine der Gruppen einzuordnen, ist eine wichtige Basis für die meisten Strategien beim Omaha-Poker, denn sobald man einen Spieler einordnen konnte, weiß man genau, wie man gegen ihn am besten spielen kann, wie man Gewinne aus ihm zieht und auf welche Art und Weise man die Verluste so gering wie möglich hält, was allesamt wichtige Dinge sind, die beim Poker einfach eine Rolle spielen. Die Fähigkeit, Gegner zu lesen, kommt mit der Zeit und der Erfahrung von ganz alleine. Oftmals kann es dabei auch eine Hilfe sein, wenn man sich Notizen zu den verschiedenen Gegnern und ihrer Spielweise macht, denn oftmals fallen einem dann nach einigen Runden Parallelen auf, welche man nutzen kann, um den Spieler zu erkennen und dieses Wissen gegen ihn zu nutzen.
Das Bankroll Management
Ein gutes Bankroll Management ist auch bei Pott Limit Omaha-Spielen ein sehr wichtiger Bestandteil, der nicht fehlen darf. Man sollte mit seinem Guthaben niemals unter eine Grenze fallen, mit der es einem nicht mehr möglich ist, an verschiedenen Tischen zu spielen. Wenn man merkt, dass man zu viele Verluste macht, sollte man den Tisch wechseln oder für diesen Tag ganz aufhören, damit das Guthaben nicht zu massiv sinkt. Kleinere Verluste sind natürlich normal und kommen vor, aber es sollte niemals mehr Verluste als Gewinne geben, ein minimales Plus sollte immer vorhanden sein. Schafft man dies bei Pott Limit-Spielen nicht, dann sollte man sich erst einmal an Tische mit Fixed Limit setzen und das Bankroll ausbauen, ehe man sich wieder in das Pott Limit wagt, zwar kostet das Geduld und auch Kraft, aber diese muss ein Spieler, der auf Dauer im Rennen bleiben möchte, beim Poker immer wieder aufbringen, wenn er keine Lust hat, sich ausnehmen zu lassen und am Ende seiner Spiele draufzahlen zu müssen.
Aussteigen, wenn nichts mehr geht
Auch beim Omaha-Poker hat man nicht immer Glück und selbst mit viel Wissen und der besten Strategie hat man ab und zu einen Tag, an dem einfach nichts so funktionieren will, wie man es gerne haben möchte. Hier sollte man als guter Spieler die Stärke haben, es für diesen Tag sein zu lassen, sich auszuloggen und an einem anderen Tag wieder weiterzuspielen. Nur so kann man konstant gut spielen und sich Gewinne sichern. Das heißt natürlich nicht, dass man nach ein oder zwei schlechten Spielen aussteigen sollte, aber wenn man merkt, dass man einfach nicht so sehr in Form ist und seine Probleme hat, ist das ein Zeichen dafür, dass man die Karten liegen lassen oder vielleicht einfach einmal etwas Abwechslung ins Spiel bringen sollte, indem man sich an einfacheren Tischen versucht, was manchmal eine nette Zerstreuung ist, durch die man auch an schwächeren Tagen wieder in Form kommt.
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