Die Pot Odds und deren Berechnung, welche sich aus den teilnehmenden Spielern der Pokerrunde und den erbrachten Blinds, die von jedem Mitspieler als Grundeinsatz eingezahlt werden ergeben, stellen beim Pokerspiel eine bedeutende Rolle dar.
Mit den Pot Odds wird es also jedem Spieler möglich seine eigene Gewinnquote mit dem Gesetz der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu ermitteln.
Berechnung der Pot Odds anhand eines Beispiels:
Nehmen wir an unsere Pokerrunde besteht aus 6 Mitspielern. Jeder Spieler hat schon seine Blinds = Grundeinsätze geleistet. Die jeweiligen Blinds haben unterschiedliche Wertigkeiten. Ein Big Blind besitzt eine Wertigkeit von 10, ein Small Blind von 5.
Hat jeder Mitspieler seine Blinds erbracht folgt sein Spielzug. Der Mitspieler hat die Auswahl aus 3 verschiedenen Spielzügen:
1. Der „Call“ mit dem der Spieler mitgeht.
2. Der „All In“ = Erhöhung. Bei dem „All In“ kann der Spieler seine gesamte Anzahl an Chips einsetzen oder über die Höhe der Erhöhung selbst bestimmen, wobei die kleinst mögliche Erhöhung den Wert eines Big Blinds beträgt.
3. Der „Fold“ bei dem der Mitspieler sein Blatt falten kann.
Bei diesem Beispiel nehmen wir an, dass der erste Spieler einen „Fold“ tätigt und die Mitspieler 2 und 3 mitgehen. Spieler 4 und 5 sind schon bereits ausgestiegen.
Da zu Beginn unserer Pokerrunde der Big Blind als Grundeinsatz geleistet wurde, ist es möglich, dass der Big Blind nun schiebt.
In dieser Runde spielen noch 3 Mitspieler mit, die vor dem „Flop“ stehen. Der „Flop“ stellt die ersten 3 Gemeinschaftskarten dar.
In dem Pot befinden sich Chips, die zusammen eine Gesamtwertigkeit von 30 ergeben.
Nach Tätigung des „Flops“ schiebt der 1 Spieler. Auch Spieler 2 möchte mitgehen. Jedoch der 3 Spieler entschiedet sich für den „All In“, der in diesem Fall den Wert von 1500 beträgt.
Wir gehen davon aus, dass Spieler 1 und 2 kein günstiges Blatt haben. In diesem Beispiel hat Spieler 1 eine 10 / Dame von unterschiedlicher Farbe. Der Spieler 2 besitzt ein Paar Dreier.
Der Flop besteht aus Ass, König sowie 9 von unterschiedlichen Farben. Diese Zusammensetzung wird als „Rainbow Flow“ bezeichnet.
Zu Beachten ist hier, dass sich keiner der Spieler sicher fühlen kann was seine Karten angeht. Diese Tatsache ist deshalb wichtig, da die Gewinnchance mit seinem Blatt den Pot zu gewinnen in einer negativen Relation steht.
In unserem Beispiel hat Spieler 1 und 2 jeweils nur eine Leistung von 10 in den Pot eingebracht, deshalb ist es nicht von großer Bedeutung, wenn beide Mitspieler einen „Fold“ tätigen, denn der Verlust wäre gering.
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